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NS-Zeugin Helga Kinsky zu Besuch an unserer Schule

Frau Helga Kinsky, NS-Zeitzeugin war an unserer Schule zu Gast und erzählte ihre bewegende Geschichte in der sie nach dem Anschluss Österreichs 1938 an Deutschland, von Wien nach Brünn übersiedelte, um hier die Möglichkeit eines Schulbesuchs zu haben. Gemeinsam wurden sie und ihr Vater im Jänner 1943 nach Theresienstadt deportiert, wo Frau Kinsky in das Mädchenheim L410, Zimmer 28 kam. Frau Kinsky schilderte Ihre Zeit dort, die einerseits von vielen Entbehrungen, aber auch von Freundschaft und Solidarität der Mädchen untereinander gekennzeichnet war. Ihre Erinnerungen an diese Zeit schildert sie in ihrem Tagebuch, welche auch als Buch „Die Mädchen von Zimmer 28. Freundschaft, Hoffnung und Überleben in Theresienstadt“ erschienen sind.
1944 wurde sie nach Auschwitz und anschießend nach Flossenbürg deportiert, wo sie in einer Munitionsfabrik Zwangsarbeit verrichten musste. 1945 erlebte sie mit ihrem Vater die Befreiung in Theresienstadt und übersiedelte wenig später zu ihrer Mutter nach London.
Unsere Schüler der 7. und 8. Klassen waren von dem spannenden Vortrag sehr ergriffen und stellten viele Fragen. Wir danken Frau Kinsky herzlich, dass sie sich die Zeit genommen hat, um uns über ihr Leben und die damalige Zeit zu erzählen.